Volksmusik

In den Studienangeboten im Bereich Volksmusik erwerben die Studierenden profunde Kenntnisse und Fähigkeiten im Spiel (alpenländischer) Volksmusik. Sie werden dazu befähigt hinsichtlich der Stilistik, Artikulation, Phrasierung, Improvisation bzw. Verzierungspraxis sowie verbreiteten Tänzen und Brauchtum Volksmusik angemessen und differenziert zu musizieren. Kern der Angebote ist das gemeinsame Musizieren, Tanzen und Beforschen von Volksmusik. Dies schließt auch ein Wissen vorhandener wissenschaftlicher Literatur zur Volksmusikforschung, dem Repertoire und vorhandenen Stilen mit ein.

Volksmusik hat ihren Ursprung in der Musizierpraxis der bäuerlich-dörflichen oder kleinstädtischen Gemeinschaften und hat sich angesichts der sozialen Barrieren auch in relativer Selbständigkeit entwickelt. So blieb sie ein unmittelbarer Spiegel der Lebensweise, eingebunden in die alltäglichen Lebensprozesse oder in die (rituellen) Feste des Dorflebens oder der kleinstädtischen Gesellschaft. Volksmusik ist die wesentlichste Quelle populärer Musik. Seit 1992 kann man die Volksmusikinstrumente diatonische Harmonika, Hackbrett und Zither an der Universität Mozarteum studieren. Die Lehrenden bereiten die Studierenden auf das Arbeitsprofil „Musiklehrer*in“ bestmöglich vor, versuchen die neuesten Strömungen am Instrument und in der Pädagogik zu erkennen, weiterzugeben und die Entwicklung voranzutreiben. Des Weiteren werden auch neue Besetzungsformen, neue Kompositionen und Spieltechniken erarbeitet und weiter entwickelt, um über den Tellerrand zu blicken, ohne auf die Wurzel, die traditionelle Volksmusik zu vergessen.

Lehrende:
Diatonische Harmonika: Andreas Eßl (ZKF), Mag. Anton Gmachl (ZKF), Roland Mayer-Sams MA (Didaktik, Lehrpraxis und Volksmusikensemble)
Hackbrett: Heidelore Wallisch-Schauer MA (ZKF, Didaktik und Lehrpraxis)
Zither: Harald Oberlechner (ZKF, Didaktik und Lehrpraxis)

Bericht in SN-Uni-Beilage anlässlich 25 Jahre Volksmusik an der Universität Mozarteum Salzburg