Preis für digitale musikpädagogische Projekte

Im Sommersemester 2020 sind an der Universität Mozarteum Salzburg eine Reihe von hervorragenden musikpädagogischen Projekten konzipiert und realisiert worden. Diese wurden im Rahmen eines im Herbst 2020 kurzfristig ausgelobten Preises für herausragende musikpädagogische Online-Projekte bzw. Projekte, in deren Rahmen digitale und elektronische Medien zur Vermittlung, Kommunikation oder Präsentation zum Einsatz kamen, gewürdigt. Das gesamte Team der Musikpädagogik an der Universität Mozarteum gratuliert den Preisträger*innen herzlich!


Erster Preis (2.000€): Carlos Chamorro, Tina Güllich, Pia Marie Romanowsky, Vanessa Zuber, Katherina Heubusch und Ute Gröger „Opera Escape 1.0″

OPERA ESCAPE 1.0 ist ein 60-minütiges Spiel für Jung und Alt, das thematisch Libretto und Musik der Oper „Orpheus und Eurydike“ von Ranieri de‘ Calzabigi und Christoph Willibald Gluck zur Grundlage hat. Rätsel unterschiedlichster Art (musikalische Höraufgaben, Suchrätsel, Quizfragen) animieren zum genauen Hinhören und sollen innerhalb der vorgegebenen Zeit gelöst werden, um die Hauptfiguren vor einem unglücklichen Schicksal zu retten…

Video Trailer (ca. 2 Min.)


 


Zweiter Preis (1.500€): Christian Hemetsberger:

„Übe-Website und digitales Musikbaumhaus“

Dieses Projekt entstand während des ersten Lockdowns. Den Schüler*innen wird eine Plattform geboten, um sie beim Üben von Blechblasinstrumenten zu unterstützen (Playalongs zu Einspielübungen, Duette, Musiktheorie u. v. m.). Zusätzlich können sie auf der Seite „Digitales Musikbaumhaus“ Inhalte in Form von Videos hochladen und so ihre Fortschritte miteinander teilen.

Link: www.christianhemetsberger.com/

Weiterführende Informationen


 


Dritter Preis (1.000€): Konstantin Schmidbauer: „Mit Bewegung Geschichten erzählen“

Wie können wir Bewegungen als Sprache nutzen? Und wie gelingt die Symbiose mit Musik? In diesem speziell für Distance Learning entwickelten Unterrichtsprojekt (Oberstufe, 6. Klasse) wird mittels einer interaktiven PowerPoint-Präsentation durch Analysieren, Reflektieren sowie eigenes Gestalten das Bewusstsein für die mediale Funktion von Musik und Bewegung geschärft.

Link Demo Video


 

Anerkennungspreise (je 250€):



Miriam Hamid, Viktoria Kranawetter: „Geschichte, Musik und Kunst in Theresienstadt“

 

Bei dem Projekt kam die Content and Language Integrated Learning-Methode (CLIL) zum Einsatz. Es thematisiert den Lebensalltag der Menschen in Theresienstadt mit einem besonderen Fokus auf deren Kunst- und Kulturleben.

Im ersten Teil des Projekts erhalten die Schüler*innen in sechs unterschiedlichen Stationen vielfältige Informationen zur Thematik. Im zweiten Teil steht die praktische Arbeit im Fokus, bei der die Schüler*innen eigene Szenen gestalten und aufnehmen.

Link zur Materialsammlung

Link zur Verlaufsplanung



Hannah Kritzinger: „Don’t worry, be happy”

Die Hackbrettklasse der Landesmusikschule Frankenburg (OÖ) beschäftigte sich im Sommersemester 2020 während des Lockdowns mit dem Lied „Don’t worry, be happy“. Die Schüler*innen bekamen die Aufgabe, einen Rhythmus im 4/4-Takt zu finden und diesen mit verschiedenen Materialien am Hackbrett zu spielen. Die entstandenen Rhythmen und die Melodie des Liedes wurden aufgenommen und am Ende des Semesters entwickelte sich daraus ein Video.

Link zum Video



Alfred Pfeifenberger: Spezialitäten unserer Volksmusik

Dieses Unterrichtsprojekt wurde für eine 6. Klasse des BORG Oberndorf kreiert. Das Ziel bestand darin, spannende, unterhaltsame und bewegungsreiche Inhalte aus der alpenländischen Volksmusik so anzubieten, dass die Schüler*innen diese zu Hause ausprobieren und selbst gestalten können. Das „Schuhplatteln“ und das „Volksmusikalische Begleiten zu einem Zwiefachen“ wurden als Schwerpunkte des Projekts gewählt, wozu die im folgenden verlinkten Lernvideos gefertigt wurden.

Link – Lernvideo „Schuhplatteln“

Link – Lernvideo „Volksmusikalisches Begleiten zu einem Zwiefachen“:



Josef Söllinger: Popularmusik, ihre Geschichte und ihre Bausteine

Das Projekt besteht aus 2 Arbeitsblättern. Beim ersten Arbeitsblatt handelt es sich um einen Lückentext. Die Schüler*innen wählen eines der vorgegebenen Genres (Rock, Pop, Electro, Hip-Hop, Schlager) aus und bekommen dann den dazu passenden Lückentext. Dieser hat bei jedem Genre immer einen allgemeinen Teil, und einen genrespezifischen Teil. Die Informationen für den Lückentext entnehmen die Schüler*innen aus den erstellten Podcasts/Blogs. Inhaltlich geht es darin um formale Bausteine, die Geschichte und Charakteristika des ausgewählten Genres.

Link zu Podcast Audio- und Arbeitsblattbeispiel:



Irene Gruber, Valentin Bedrich, Elisabeth Flotzinger, Miriam Hamid, Anna Hemetsberger, Viktoria Kranawetter, Andreas Neubacher, Melanie Penker, Elias Pichler, Isabella Urschitz, Isabel Valentin, HaoYang Wu

Studierende des Wahlfachs „Jazz/Pop Chor“ unter der Leitung von Elisabeth Wieland: „C(h)orona Multi-Screen Video zum Song „Hair“

Ziel dieses Projektes war, trotz Online-Unterricht, den Jazz/Pop Chor aufleben zu lassen und gemeinsam zu singen. In synchronen Erarbeitungsphasen und asynchronen Übungsphasen, in denen Probeaufnahmen erstellt wurden, entstand schlussendlich eine Performance, die mehr als sehens- und hörenswert ist und auch auf Facebook großen Beifall erntete.

Link zum Video auf facebook

(Jazz/Pop-Chor): C(h)orona Multi-Screen Video zum Song „Hair“ – LINK

 



Thomas Mittermair: Tonaufnahmen für das Musical LORIT

Im Zeitraum zwischen März und August 2020 wurde mit Schüler*innen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in Bruneck das vom Lehrer Toni Taschler geschriebene Musical LORIT individuell im Tonstudio aufgenommen. Instrumente, Soli und Chor wurden dabei eingesungen und eingespielt.

Link zu den Aufnahmen



Juliana Rainer: Klavierunterricht aus der Ferne

In diesem Projekt ging es um die Fragen, wie es gelingen kann Klavierunterricht ohne Präsenz zu gestalten und welche Erkenntnisse daraus für den regulären Unterricht resultieren. Die Studie basierte auf der Methode der qualitativen Praxisforschung. Das ursprüngliche Unterrichtskonzept wurde in mehreren Phasen erprobt, reflektiert und überarbeitet. Dabei fanden mehrmals Wechsel zwischen Etappen des Distanz- und Präsenzunterrichts statt.
Link zur Bachelorarbeit


 

 AUSSCHREIBUNGSTEXT